Finanzwissenschaft


Dieser Abschnitt soll einen groben Einblick in eine Auswahl volkswirtschaftlicher Begriffe und Konzepte geben. Viele der hier genannten Themen werden später wesentlich ausführlicher unter der jeweiligen Teildisziplin abgehandelt. Hier gibt es die Übersicht zu allen Beiträgen unter der Rubrik Einführung:



Der Grad zwischen Markt- und Staatsversagen ist schmal. Es lohnt sich daher, den Zusammenhang zwischen beiden näher zu erörtern. Fraglich ist, ob – wie bisher angenommen – der Staat tatsächlich so homogen und als Agent des Gemeinwohls dargestellt und verstanden werden soll, wie er bisher dargestellt wurde. Grund für die Aufhebung solcher Annahmen ist, daß [...]

Jean Jaques Rousseau steht als Vertreter ein fast schon radikalen direkten Demokratie, die jedoch in den heutigen Staatswesen nicht umzusetzen ist. Dennoch gibt es Ansätze, die Rousseaus Forderung nach Einstimmingkeit auf für moderene Gesellschaften anhand ökonomischer Anreize realisierbar erscheinen lassen. Das Lindahl-Modell nimmt sich dieser Herausforderung an. Das Dilemma des Trittbrettfahrens besteht gerade darin, daß [...]


Mehrheitsentscheidungen bieten daher eher die Möglichkeiten zu gesellschaftlichen Fortschritt. Unter einem Mehrheitswahl soll ein Abstimmungsverfahren verstanden werden, bei dem eine Maßnahme dann gebilligt wird, wenn mehr als die Hälfte der abgegebenen und gültigen Simmen auf eine Alternative entfällt. Jedoch fallen solche Abstimmungen nicht immer eindeutig aus. Das Condorcet’sche Wahlparadoxon beschreibt solch einen Fall. Es seien [...]

Das folgende Beispiel zeigt die zentrale Bedeutung, welche die Anwendung eines spezifi ­schen Auswahlverfahrens für die Bestimmung der besten Alternative erlangen kann. Ein Gremium von 10 Personen habe eine(n) Vorsitzende(n) zu wählen, wobei als Kandidaten für den Vorsitz A, B, C und D zur Auswahl stehen. Das Präferenzprofil – die Auflistung der Prä ­ferenzen jedes [...]

Für den Politiker soll wie für den Unternehmer einzelwirtschaftliche Rationalität angenommen werden. Im Gegensatz zu bisherigen Annahmen wird also nicht weiter von einem, wenn auch wohlmeinenden Diktator ausgegangen. In einer Diktatur sind ebenso wie im Monopol die Spieregln und Marchtverhältnisse klar. In einer representativen Demokratie gilt dagegen – ebenso wie auf den meisten Märkten – [...]

Die Organisation von Interessen und die Bildung von Interessengruppen wurde systematisch vor allem durch Mancur Olsen untersucht. Eine Interessengruppe artikuliert die Forderung nach bestimmten politischen Maßnahmen. Es kann angenommen werden, daß sich gleiche Interessen in einheitlichen Gruppen treffen. Die Forderung nach bestimmten politischen Maßnahmen seitens der Gruppe bewirkt implizit, daß sich – je größer die [...]

Angesichts der Risiken und ökonomischen Ineffizienzen, der ein demokratisch verfaßtes Gemeinwesen ausgesetzt ist, stellt sich nach Fragen, welche Möglichkeit der Soverän abgesehen von wiederkehrenden Wahlen hat, Kontrolle über seine Repräsentanten und die öffentlicher Verwaltung auszuüben. Niskanens Bürokratietheorie impliziert zum einen, daß eine veränderte Belohungs- und Risikostruktur auf seiten der Bürokartie zu effektiveren Allokationen führen kann. Davon [...]

Aus sozialogischer Perspektive befaßte sich Max Weber umfassend mit den Eigenheiten und dem Eigenleben einer staatlichen Bürokratie. Bürokratien sind nämlich nicht ausschließlich als ausführende Organe und Mittler zwischen Wähler und Politiker zu sejen. Vielmehr entwickelt die Bürokratie ein Eigenleben und nimmt so als dritte Partei neben Wähler und Politiker Einfluß auf das gesellschaftliche Leben. Aus [...]


Bei der Idee des Föderalismus’ handelte es sich ursprünglich eine Theorie einer gesellschaftlichen oder staatlichen Institutionenordnung, die aus einem Bund mehrerer, meist selbständiger Einheiten besteht. Das Konzept läßt sich jedoch auch auf das Verhältnis von Nationalstaaten zu einer übergeordneten, supranationalen Organisation anwenden. Nach Musgrave haben moderne staatliche Gebilde drei Aufgaben zu erfüllen. Die Allokation öffentlicher Güter wird für [...]

Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland verlangt obendrein die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet (Art. 72 II Nr. 3 GG). Andere Passagen gehen sogar soweit, die Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse zu verlangen (Art. 106 III Nr. 2 GG). Was dies für den interregionalen Wettbewerb bedeuten kann, ist an der Entwicklung in Deutschland in den letzten Jahren sowie [...]

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