Wirtschaftstheorie – Wirtschaftspolitik – Finanzwissenschaft
Zu den Informationsasymmetrien gehören Phänomene wie des moralischen Risikos sowie der adversen Selektion. Diese werden ausführlich an anderer Stelle behandelt. Bei dem verwandten Referenzmodell werden symmetrische aber nicht perfekte Informationen unterstellt. Tatsächlich sind bestimmte Ereignisse mit Wahrscheinlichkeiten behaftet. Anwendung findet das Referenzmodell insbesondere bei Vertragsgestaltungen, die mit dem Prinzipal-Agenten-Problem behaftet sind. Das Modell kann wie [...]
Ein andere Möglichkeit zur Messung des Risikoverhaltens ergibt sich aus der Frage, wie viel ein Individuum zu zahlen bereit wäre bzw. an Konsum- und somit Nutzeneinschränkung hinnehmen würde, um einem bestimmten Risiko oder einer Lotterie nicht ausgesetzt zu sehen. Hierbei spricht man auch von dem Sicherheitsäquivalent. Das Szenario kann folgendermaßen modelliert werden. Bei einer Versicherung [...]
Verschiedene Individuen haben verschiedene Präferenzen. Ebenso haben sie verschiedene Risikoneigungen. Zu messen ist dies ebenfalls mit Hilfe des Erwartungsnutzens einer Lotterie. Dieser wird dem Erwartungswert der sicheren Anlage des zur Disposition stehenden Vermögens gegenübergestellt. Nimmt mit zunehmenden Vermögen der zusätzlich gestiftete Nutzen nur unterproportional zu, so spricht man von einem risikoaversen oder -scheues Verhalten des Individuums. [...]
Fast jede Handlung im wirtschaftlichen Geschehen ist mit Unsicherheit verbunden. Dies stellt die gemeinhin unterstellte Modellannahme der vollständigen Information zwar in Frage, kann jedoch in das Optimierungskalkül mit aufgenommen werden. Verhalten unter Unsicherheit ist dadurch gekennzeichnet, daß bei Entscheidung zwischen Alternativen deren Ergebnisse – oder, spieltheoretischen, deren Auszahlungen – nicht ersichtlich sind. Jedoch soll den [...]