Wirtschaftspolitik


Dieser Abschnitt soll einen groben Einblick in eine Auswahl volkswirtschaftlicher Begriffe und Konzepte geben. Viele der hier genannten Themen werden später wesentlich ausführlicher unter der jeweiligen Teildisziplin abgehandelt. Hier gibt es die Übersicht zu allen Beiträgen unter der Rubrik Einführung:



Ein grundlegendes Problem der Wirtschaftspolitik besteht darin, daß sie ein Bindeglied zwischen ökonomischen Theorien und dem alltäglichen politischen Geschäft darstellt. Als solches bietet die Wirtschaftspolitik Möglichkeiten und Ansatzpunkte für die Politik, gegebenenfalls für Partikularinteressen mißbraucht zu werden. Diese Tatsache mag als Grund für die zahlreichen Mißverständnisse und Schwierigkeiten gesehen werden, die einer ausgewogenen Wirtschaftspolitik, welche [...]

Obwohl ökonomisch oftmals im Sinne der gesellschaftlichen Wohlfahrt argumentiert wird, ist es faktisch unmöglich, diese objektiv zu messen. Dies ist jedoch auch nicht unbedingt notwendig. Für ökonomische Argumente ist es oftmals ausreichend, in relativen Größen zu argumentieren. Zudem ist nach individuellen Werturteilen der strategische Ansatzpunkt jglicher wohlfahrtökonomischer oder allokationstheoretischer Analyse nicht die Gesellschaft, sonderen der [...]


Zur Darstellung zweier Marktteilnehmer, zweier Parteien oder aggregierter Marktseiten bedient man sich der Edgeworth-Box. Mit ihr werden die vorgegebenen Bestände an Tauschgütern auf beiden den sich gegenübertretenden Marktseiten abgebildet. Das zu lösende ökonomische Problem besteht darin, die Allokation oder Aufteilung der Gütermengen auf die beiden Marktseiten durchzuführen. Die Länge der Edgeworth-Box entspricht der Ausstattung mit [...]

Produktionsmöglichkeiten. Ausgehend von einem festen Bestand an Produktionsfaktoren spricht man von einem effizienten Einsatz der Faktoren, wenn kein zusätzliches Gut 1 mehr produziert werden kann, ohne auf die Produktion eines zusätzlichen Gutes 2 verzichten zu müssen und vice versa. Die Produktionsmöglichkeitskurve gibt dann für jede Menge des Gutes 1 die maximal produzierte Menge des zweiten [...]

Wie anhand des Konzepts der Kontraktkurve bereits illustriert wurde, kann man anhand der Edgeworth-Box zwar pareto-effiziente Lösungen identifizieren. Jedoch kann keine Aussage darüber getroffen werden, welche der Alternativen die bessere ist. Sind die bisher betrachten Akteure Teile einer Gesellschaft, so gilt es die gesellschaftliche Nutzen-Kombination zu finden, die das gesellschaftliche Nutzenniveau positiv berührt. Aufgrun dessen scheint es [...]

Gemeinhin wird angenommen, daß Interaktionen zwischen den Wirtschaftssubjekten nur über das Preissystem des Marktes erfolgt. Tatsächlich gibt es jedoch Situationen, bei denen sich die Wirtschaftssubjekte auch außerhalb des Preiszusammenhangs beeinflussen. Wenn die Aktivitäten – oder auch die Unterlassungen – eines Akteurs das Wohlergehen und den Nutzen eines anderen Akteurs beeinträchtigen, so spricht man von externen [...]

Graphisch läßt sich das Dilemma, daß sich gemeinhin aus den externen Effekten ergibt, anschaulich darstellen. Die Abszisse zeigt das Produktionsniveau innerhalb eines bestimmten Zeitraums an. Die Ordinate mißt dagegen Geldbeträge. Die als Grenznutzen (  ) gekennzeichnete Gerade beschreibt den in Geld gemessenen gesellschaftlichen Nutzen aus der letzten, durch das A produzierte Gut. Gemäß den bisher [...]

Die Theorie der externen Effekte brachte eine Reihe von Instrumenten hervor, die direkt oder indirekt zur Herbeiführung eines gesellschaftlich opportunen Produktionsniveaus  führen. Zu den direkten Maßnahmen zählen staatliche Sanktionsmaßnahmen in Form von rechtlichen Vorschriften. Max Weber verfaßt ein Standardwerk über staatliches Verhalten und Handeln in Wirtschaft und Gesellschaft. Jedoch soll auch hier noch an anderer [...]


Subventionen für die Reduzierung externer Effekte wirken in einer umgekehrten Weise zur Pigou-Steuer, indem der Verursacher – in unserem Fall A – für die freiwillige Reduzierung der Ausbringungsmenge von der Gesellschaft bezahlt wird. Allokationstheoretisch wirkt hier das gleiche Anreizprinzip, wie im zuvor beschriebenen Fall, jedoch zu lasten der Allgemeinheit. Ausgehend von der Ankündigung über ein [...]

Externe Effekte entstehen, wie weiter oben bereits dargestellt, aus nicht oder nur ungenügend geklärten Verfügungsrechten and bestimmten Gütern. Mit dem Verkauf von (Nutzungs-)Lizenzen wird dem Problem Abhilfe geschafft. Die Regierung kündigt an, Linzenzen für das Recht auf Inanspruchnahme und Beeinträchtigung öffentlicher Ressourcen zu verkaufen. Dies soll dann genau in dem Unfang geschehen, das Produktionsvolumen auf [...]

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